Der Zion National Park mit Kindern ist für jedes Alter zu empfehlen. Für Eltern und Kinder ist es ein echtes Erlebnis, das du auf deiner Amerikatour mit Kindern nicht verpassen solltest. Es ist ein wunderschöner Naturpark, der zu den „Mighty Five“ des Bundesstaates Utah gehört. Seid ihr eine richtige Wanderfamilie, braucht ihr noch den Kinderwagen oder nur einen Rollstuhl, alle Optionen sind in diesem schönen Park willkommen. In diesem Blog listen wir alle wichtigen Informationen für den Besuch des Zion Nationalparks mit Kindern auf.
Zion National Park mit Kindern
Der Zion-Nationalpark ist bekannt für seine großen Felsformationen. Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gibt es vor allem in der Schlucht. Es gibt auch ein paar Aktivitäten draußen oder oben drauf, wie zum Beispiel die bekannte „Angels Landing“. Es ist ein wunderschöner grüner Park, in dem der Fluss mittig durch die Schlucht fließt. Wilde Tiere gibt es zwar im Park, aber sie zeigen sich nicht so leicht, außer Eichhörnchen und Rehen.
#1 Besucherzentrum
Ein Besuch in einem Besucherzentrum sollte bei einem Besuch in einem Naturpark nicht fehlen. Du kannst es dir wie ein kostenloses Museum vorstellen, das viel über die Flora, Fauna und Geschichte des Parks erzählt. Dabei kannst du dir ein kostenloses Heft für die Kinder abholen, mit dem sie am „Junior Ranger Programm“ teilnehmen können.
Dieses Heft ist voller lustiger und lehrreicher Aufgaben, die sie auf ihrer Reise durch den Zion-Nationalpark erledigen können. Die Aufgaben sind in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt, so dass jedes Kind sie auf seinem eigenen Niveau lösen kann. Die Broschüren sind natürlich auf Englisch, aber mit ein bisschen Übersetzungshilfe von den Eltern werden sie einen weiten Weg zurücklegen.

Wenn du das Heft ausgefüllt hast, kannst du es im Besucherzentrum abgeben. Der Ranger geht das Heft durch, legt gemeinsam den Junior Ranger-Eid ab und übergibt das Junior-Abzeichen. Jeder Park hat seine eigene Broschüre und sein eigenes Abzeichen. Für unsere Kinder war das eine der lustigsten Aktivitäten im Park. Es bringt sie dazu, wirklich auf die Natur zu achten und ihr zuzuhören.
Es ist sehr lehrreich, auch heimlich für die Eltern. Vergiss auch nicht, nach einer interessanten Präsentation eines Rangers Ausschau zu halten, denn diese sind oft sehr informativ. Natürlich bekommst du im Besucherzentrum auch alle Informationen, die du brauchst, wie z.B. Parkinformationen, Rad- und Wanderrouten und Wetterbedingungen.
Sie sind sehr gastfreundlich und helfen dir gerne bei allen Fragen, die du hast. Es gibt auch einen netten kleinen Laden, der Souvenirs verkauft. Wenn du Souvenirs aus den Nationalparks kaufen möchtest, kannst du das in dem Laden in der Nähe des Besucherzentrums tun. Auf diese Weise unterstützt du den Park bei seiner Instandhaltung. In jedem Park gibt es günstige, allgemeine und parkbezogene Souvenirs.

#2 The Narrows
Diese Aktivität solltest du während deines Besuchs auf keinen Fall verpassen! Nach einem kurzen Spaziergang über den „Riverside Walk“ (etwa drei Kilometer hin und zurück) hört der Weg auf. Du wirst bereits viele Menschen in Anzügen und mit Stöcken vorbeilaufen sehen, und von dort aus kannst du ins Wasser gehen. Ohne „Permit“ kannst du etwa acht Kilometer durch das Wasser laufen, aber du kannst jederzeit umkehren, wenn du genug hast.
Selbst wenn du nur ein paar hundert Meter gehst, ist es das schon wert. Wie der Name der Wanderung schon sagt, wird die Schlucht von hier an immer enger. Du kannst diese beeindruckende Schlucht auf dem Wasserweg durchwandern. Kinder können zu Fuß oder mit einem Rucksack mitkommen. Wir sind hier mit einem Nordic Walking Stock und Wasserschuhen gelaufen.
Wenn die Sonne ein wenig durchkommt, ist das Wasser herrlich erfrischend. Wegen der vielen Steine im Wasser ist ein Stock aber wirklich notwendig. Wir waren Anfang Mai hier und die Kälte des Wassers war überschaubar und einfach eine schöne Abkühlung. Wenn du es trotzdem aufregend findest, gibt es viele Möglichkeiten, wasserdichte Overalls, Schuhe und Stöcke zu mieten.
Nur wenn du ins Wasser fällst, wirst du natürlich trotzdem klatschnass. Es ist wirklich eine tolle Aktivität für Jung und Alt: ein echtes Erlebnis. Am Wasser kannst du auch ein Picknick machen und paddeln.

#3 Wandern
Der Zion NP hat viele Wanderwege für Anfänger und erfahrene Wanderer. Im Besucherzentrum sind alle Wanderungen ausgeschildert, einschließlich Zeiten und Längen. Die angegebenen Zeiten geben einen guten Anhaltspunkt dafür, wie lange du für den Weg brauchst. Alle Wanderungen sind mit dem Shuttlebus erreichbar, außer einer.
Der „Canyon Overlook Trail“ (hin und zurück 1,6 km) belohnt dich, wie der Name schon sagt, mit einem atemberaubenden Blick auf die Schlucht. Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn du keine Höhenangst hast.
Der Parkplatz für diese Wanderung befindet sich gleich nach dem „Mount Carmel“-Tunnel auf der rechten Seite. Auch entlang der Straße gibt es einige Möglichkeiten. Denke daran, dass sich diese Parkplätze schnell füllen, also sei pünktlich oder hab Glück. Für Wohnmobile ist das Parken hier aufgrund der Größe unglaublich schwierig.
Wenn du die bekannte Angels Landing besuchen willst, musst du dafür eine Genehmigung beantragen. Behalte die Website des Zion-Nationalparks im Auge, um zu sehen, ab wann du dich anmelden kannst.

#4 Radfahren
In Springdale gibt es die Möglichkeit, (elektrische) Fahrräder zu mieten, eventuell mit Kindersitzen. Über den Fußgängereingang kannst du den Park auch mit dem Fahrrad betreten.
Im Park kannst du auf der Hauptstraße, auf der auch der Shuttlebus verkehrt, und auf dem „Pa’rus Trail“ radeln. Das sind die einzigen beiden Möglichkeiten zum Radfahren. Mit einem normalen Fahrrad kannst du auch den kostenlosen Shuttlebus benutzen; Elektrofahrräder hingegen sind verboten. Wenn du im Park Rad fahren möchtest, solltest du die Regeln auf der Website des Zion-Nationalparks genau lesen.
#5 Geführtes Familienabenteuer
Für echte Draufgänger gibt es viele aufregende organisierte Aktivitäten wie Via Ferrata, Canyoning, Klettern und Reiten zu buchen. Diese Aktivitäten werden von verschiedenen Anbietern in Springdale organisiert.
Auch wenn oft noch Plätze frei sind, ist es ratsam, im Voraus zu buchen und sich gut über die Organisation zu informieren, mit der du auf die Reise gehen möchtest. Der Zion NP ist ein beliebter Park, der auch in der Nebensaison und an Wochenenden ziemlich überfüllt sein kann.
#6 Schläuche
Hast du Lust auf eine entspannende Aktivität, möchtest aber trotzdem etwas unternehmen oder sehen? Dann sind Schläuche die perfekte Lösung. Entspanne dich einfach nach vielen Reisetagen oder müden Waden. Nur 20 Autominuten vom Zion National Park entfernt, in Virgin, gibt es eine Organisation, bei der du auf dem Virgin River (nein, nicht der aus der Netflix-Serie 😉 ) ein Bad nehmen kannst.
Du wirst mit einem Van abgeholt und kannst dich dann in deinem Band entspannen und den Fluss hinuntertreiben lassen. Der Fluss wird dich automatisch zum Endpunkt bringen, wo sie wieder auf dich warten werden. Kinder lieben es, sich hinzulegen oder im Wasser zu toben. Der Fluss fließt im „Lazy River“-Tempo, also hab keine Angst, dass es nach Rafting aussieht. Bei dieser Aktivität sind Kinder ab vier Jahren willkommen.
#7 Stargazing
Vielleicht hört sich die Sternenbeobachtung für Kinder zunächst ein bisschen langweilig an, aber in Zion ist das absolut nicht der Fall. Der Zion ist als „International Dark Sky Park“ bekannt. Dank der geringen Lichtverschmutzung kannst du hier einen wunderschönen Sternenhimmel genießen. Wenn es dunkel wird, gehen fast alle Lichter im Park aus.
Suche dir einen dunklen Platz, lass deine Augen sich anpassen und schau dir die Sterne an. Kannst du die Sternbilder, Satelliten, Sternschnuppen oder sogar die Milchstraße sehen? Sie können alle in Zion gesehen werden. Vergiss dein Fernglas nicht, denn damit kannst du viel mehr sehen als mit dem bloßen Auge.
Auf der offiziellen Website des Parks kannst du auch ein „Junior Ranger Night Explorer“-Buch herunterladen. Darin lernen Kinder, wie man den Nordstern findet, was die Mondphasen sind und erfahren mehr über Sterne und Galaxien. Eine weitere sehr informative und interessante Aktivität!
Kinderfreundliches Hotel Zion National Park
Im Park kannst du in der Zion Lodge oder auf einem der Campingplätze übernachten. Die Zion Lodge blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn das Hotel gibt es bereits seit 1925. Es lohnt sich, einen Spaziergang ins Innere zu machen und den ungewöhnlichen Baustil des Gebäudes zu bewundern.
Der Park hat drei Campingplätze, von denen sich einer auf der anderen Seite des Parks befindet. Schau dir also den Ort genau an, bevor du einen Platz buchst. Der „Watchman Campground“ ist ein schöner Campingplatz mit sauberen Sanitäranlagen und geräumigen Stellplätzen. Ein nettes Detail: Am frühen Morgen kannst du hier gerade Rehe über den Campingplatz laufen sehen.
Sowohl in der Lodge als auch auf den Campingplätzen musst du rechtzeitig da sein. Sobald die Buchungen online sind, sind sie oft schnell ausgebucht. Solltest du es nicht schaffen, gibt es auch außerhalb des Parks viele Möglichkeiten zum Übernachten. In Springdale zum Beispiel findest du mehrere Hotels und Campingplätze. Schau also online nach weiteren kinderfreundlichen Unterkünften in Springdale.
Wenn auch dort kein Platz mehr frei ist, schau dir die Campingplätze entlang der Route 9 oder an der Mount Carmel Junction an. Dies ist auch ein idealer Ausgangspunkt, wenn du zum oder vom Bryce Canyon reist, denn es sind nur 20 Autominuten bis zum Zion National Park.

Tipps Zion National Park mit Kindern
Kinderfreundliches Restaurant Zion National Park
In der Zion Lodge im Park kannst du sowohl große als auch kleine Ziehungen machen. Es gibt zwei Restaurants: das Castle Dome Café und den Red Rock Grill. Beide Restaurants servieren Frühstück, Mittag- und Abendessen.
Im Castle Dome Café bekommst du frisches, schnell zubereitetes Essen und kannst draußen auf der Terrasse sitzen. Der Red Rock Grill ist eher ein klassisches Restaurant, in dem du am Tisch bedient wirst. Würdest du lieber etwas mitnehmen oder ein Picknick machen? Dann gibt es einen kleinen Supermarkt in der Nähe des Cafés. Auf der großen Wiese vor der Zion Lodge kann man wunderbar picknicken und die Kinder können sich dort auch austoben.
Außerhalb des Parks, in Springdale, gibt es außerdem eine große Auswahl an Cafés und Restaurants.

Beste Reisezeit Zion NP
Den Zion National Park kannst du das ganze Jahr über mit Kindern besuchen. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charme, aber auch ihre Grenzen. Schau also immer auf der offiziellen Website des Zion Nationalparks nach, um die aktuellen Bedingungen zu erfahren. Hier findest du auch Informationen über eventuelle Schließungen von Shuttlebushaltestellen oder Wanderwegen.

Transport im und zum Zion National Park
Springdale ist die Stadt am Fuße des Zion. Am einfachsten ist es, mit einem Mietwagen oder Wohnmobil hierher zu fahren. Bist du auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen? Wenn ja, ist Springdale von mehreren Städten aus leicht mit dem Bus zu erreichen.
Von Mitte März bis Mitte November und in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr fährt ein kostenloser Shuttlebus von Springdale aus. Dieser führt dich bis zum Eingang des Parks.
Innerhalb des Parks verkehrt im selben Zeitraum auch ein kostenloser Shuttlebus, der dich zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten bringt. Du kannst den Fahrplan auf der Website des Parks einsehen, um deine Planung im Voraus zu machen. Die Busse sind für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. Außerhalb dieser Zeit darfst du mit deinem eigenen Fahrzeug durch den Park fahren.

Wenn du zum Bryce Canyon weiterreisen willst oder gerade aus Bryce kommst, ist es am einfachsten, durch den „Mount Carmel“-Tunnel zu fahren. Bist du mit dem Wohnmobil unterwegs? Wenn ja, kann das nur bis Mitte 2026 so weitergehen. Tatsächlich wird der Verkehr für Wohnmobile angehalten, damit sie aufgrund der Durchfahrtshöhe in der Mitte des Tunnels fahren können.
Aus Sicherheitsgründen wird dies nach 2026 nicht mehr erlaubt sein. Bis dahin kannst du noch gegen eine Gebühr mit einem Wohnmobil durch den Tunnel fahren. Du erklärst dies am Parkeingang, wo du eine Bescheinigung erhältst, die sieben Tage lang gültig ist. Mit diesem Zertifikat darfst du einmal hin und einmal zurück durch den Tunnel fahren.
Das Parken im Park ist kostenlos, lohnt sich aber normalerweise nicht, es sei denn, du bist ein echter Frühaufsteher, denn die Parkplätze füllen sich schnell. Die meisten Besucher übernachten in Springdale oder im Park selbst, wo es normalerweise kostenlose Parkplätze gibt. Erkundige dich immer bei deiner Unterkunft.
Der Parkeintritt kostet zwischen $20 und $35 pro Fahrzeug. Besucht ihr auf eurer Tour mehrere Parks? Dann ist der Kauf des „America the Beautiful“-Passes unbedingt zu empfehlen. Sie kostet einmalig $80 und gibt dir ein Jahr lang Zugang zu allen Nationalparks.
Der Pass ist auf den Namen einer Person der Reisegruppe ausgestellt, die immer am Parkeingang anwesend sein muss. Daher ist der Pass nicht übertragbar und du kannst ihn nicht aus zweiter Hand kaufen.

Über den Autor: Wir, Chris und Ruben, versuchen zusammen mit unseren Jungs, so viele tolle Erinnerungen und Erfahrungen wie möglich fürs Leben zu machen.





